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Videokonferenz nach Festnahmen in Kelmis

Eine Woche nach Bekanntwerden der Festnahme von zwei Terrorverdächtigen in Kelmis und in Eupen initiierte die Gemeinde Kelmis am Donnerstagnachmittag ein virtuelles Rundtischgespräch zu diesem Thema. Neben Bürgermeister Luc Frank nahmen folgende Personen an dem einstündigen Austausch teil: ÖSHZ-Sekretär Yves Kever, Kommissariatsleiter Fréderic Herzet, Schöffe Marcel Henn, die Integrationsbeauftragten Aurélie Senster und Iris Lampertz sowie Beraterin Susanne Scheepers, die Eupener Staatsanwaltschaft (vertreten durch Melanie Schäfer und Andrea Tilgenkamp), Daniel Hilligsmann (Berater von Ministerpräsident Oliver Paasch), Caroline Hagelstein (Beraterin von Minister Antonios Antoniadis), Eupens Bürgermeisterin Claudia Niessen und Vertreter der Integrations- und Präventionsarbeit in der Stadt Mecheln.



Vordergründig ging es bei dem Austausch darum, die aktuelle Lage zu begutachten und sich ein Bild der Erfahrungswerte in Mecheln zu machen. Aus der Stadt Mecheln, die in Sachen Integrations- und Präventionsarbeit in Belgien als Vorbild gilt, war zu vernehmen, dass es für Prävention nie zu spät ist. Wichtig sei u.a. der direkte Draht in die betroffenen Gemeinschaften, der über sogenannte Schlüsselfiguren hergestellt werden kann. Es gehe darum, Personen, die durch Extremisten an den Rand der Gesellschaft gelockt worden sind, wieder in die Gesellschaft zurückzuholen.

Die Gemeinde Kelmis will in Zukunft die Zusammenarbeit mit der Stadt Mecheln intensivieren und wird auch über die ostbelgische Anlaufstelle des NRW-Programms „Wegweiser“ (Vorbeugung von gewaltsamem Radikalismus) die Präventionsarbeit vorantreiben. Dem in diesem Jahr in Kelmis eingesetzten Rat für Zusammenleben soll in den Bemühungen für ein friedliches Miteinander und im Kampf gegen Radikalisierung ebenfalls eine wichtige Rolle zukommen. Zudem bot Eupens Bürgermeisterin Claudia Niessen Unterstützung an.

Quelle : Gemeinde Kelmis