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Kein Atomendmülllager in der DG.

June 15, 2020

Nach Auffassung des für Raumordnung zuständigen Ministers Antonios
Antoniadis (SP) würde ein Atomendmülllager in der Deutschsprachigen
Gemeinschaft keine Baugenehmigung erhalten.

„Solange die Deutschsprachige Gemeinschaft autonom ist, sehe ich keine Chance für ein solches Lager auf
ostbelgischem Boden“, macht der Minister in einer Stellungnahme deutlich.
Damit weist Antoniadis auf die neuen Möglichkeiten hin, über die die Deutschsprachige
Gemeinschaft dank der Erweiterung der DG-Autonomie mittlerweile verfügt. „Mit der
Raumordnung halten wir einen strategischen Schlüssel zur Entwicklung unserer Heimat
in den Händen. Bis zum Ende der Legislaturperiode werden wir eine Vision für die
Gestaltung unserer Lebensregion entwickeln“, so der Raumordnungsminister. „Man muss
aber kein Prophet sein, um bereits jetzt zu erkennen, dass die Ansiedlung eines
Atomendmülllagers nicht mit dem Schutz unserer Landschaft einhergeht.“
Damit lehnt die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft die Pläne der föderalen
Agentur für radioaktive Abfälle (Ondraf/Neras) für die geologische Einlagerung von
hochradioaktiven Abfällen aus den Kernkraftwerken, ähnlich wie die Wallonische Region,
ab. Derzeit stehen mehrere Standorte für ein solches Endlager zur Debatte. Unter
anderem das „Stavelot-Massiv“, dessen Ausläufer das gesamte Hohe Venn umfassen
sowie das „Synclinal de Neufchâteau“, das den gesamten Eifel-Ardennen-Raum umfasst,
inklusive der fünf deutschsprachigen Eifelgemeinden.
Mitte Mai hinterlegte die Mehrheit im Parlament der DG einen Resolutionsvorschlag, in
der sie sich gegen ein Atomendmülllager in der Region ausgesprochen haben.

Quelle:Kabinett Vize-Ministerpräsident Antonios Antoniadis

 

 

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